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bigNOTWENDIGKEIT
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In ihren Inszenierungen gelingt es Anna K. Becker und Katharina Bischoff das Medium Theater auf eine kluge Art zu thematisieren und humorvoll zu hinterfragen, sie gehen dabei jedoch über den bloßen Selbstbezug hinaus. […] Die szenische Präsenz ihrer DarstellerInnen changiert zwischen Authentizität und theatralem Rollenverhalten. […] Die Inszenierungen von bigNOTWENDGKEIT sind reich an ästhetischen Bildern, sie arbeiten mit Stimmungen, Licht, Video und lassen Szenen von Mehrdeutigkeit entstehen. Vielseitig und kurzweilig wechseln sie die Perspektiven und schöpfen aus Gewohntem und Überraschendem. Dadurch belehren sie nicht – trotz einer anregend präsentierten Materialsammlung, die auf sorgsame Recherche schließen lässt – sondern sie lassen dem Publikum Raum für eigene Erfahrungen. - Heiner Goebbels, Komponist, Regisseur


Kill Your Darlings spielt im Niemandsland des Überflüssigen, in der Utopie des Erinnerns. Der Raum ist abgedunkelt, am Boden unzählige beleuchtete Schubladen, wie ein umgedrehter Sternenhimmel. (...) Die zwei Darstellerinnen feiern auf der Bühne dieses Gedenken, sie erzählen von großen Gefühlen, treten als Wiederkehrer auf einem Totenfest auf, als manische Tänzer, als trauernde Klageweiber, mit Klamauk und Selbstironie und gleichzeitig mit allergrößtem Ernst. bigNOTWENDIGKEIT entführen uns in eine Art Schatzkammer der vergessenen und der geliebten Dinge: Kill Your Darlings changiert zwischen einer tragischen Revue der persönlichen Verluste und einem ausgelassenen Kreuzweg des Scheiterns und der Verschwendung. Das Publikum ist zugleich Festgesellschaft und Trauergemeinde, niemals ist man nur Zuschauer, zu persönlich scheinen all diese Dinge, zu wertvoll, zu liebenswert, und trotzdem bleibt am Ende alles im Dunkeln. Aber irgendwie gehören Darlings vielleicht auch genau dorthin. - Markus Kraler, Komponist / Franui


Das Fragmentarische von Kill Your Darlings spricht mich an. Die ausgewählten Darling-Situationen trafen mich mit nostalgischer Wucht, losgeworfen von den beiden Schauspielerinnen, mich lachend wehrend oder mit Gänsehaut überzogen. Das Stück übt wahrscheinlich eine gute Portion Begeisterung auf mich aus. (...) Das Stück klingt nach. - Ingrid Käser, Bildende Künstlerin


Dieses Denk-Spiel, klug gekontert durch Selbstbetrachtungen aus der Schauspielerzunft, beansprucht hohe Theatralität – und sprengt so manch fest gefügtes Bild von Theater. - Michael Laages in Antike aktuell. Das Körber Studio Junge Regie 2


In kurzen Sequenzen werden Assoziationen zum Problemfeld an- und aufgerissen. Analogien zwischen Hysterie und Theater aufgeworfen, mit Salome und Fräulein Else werden prominente dramatische Hysterikerinnen zitiert, doch auch Elvis, Barbie und Ken kommen nicht ungeschoren davon. (..) In dieser Soiree der Rampensäue wird alles zur Projektionsfläche, die Darstellerinnen wechseln ständig ihre Kostüme, halten ironisch-gelangweilte Vorträge über hysterische Krankheitsbilder, imitiere Elvis, tanzen exaltiert und bieten sich aus jeder möglichen Perspektive dem Zuschauerblick dar. Mit enormer Körperlichkeit und Bühnenpräsenz haben sie das Publikum fest im Griff, wenn sie sich gegenseitig Männerwitze erzählen und eine Szene aus dem Almodovar-Film Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs synchronisieren. Schließlich korrespondiert die Lust an der Selbstdarstellung aufs Engste mit der Lust am Voyeurismus, der Lust am Theater - ich ist ein Zuschauer. - Esther Boldt, Giessener Allgemeine


Die Arbeit von bigNOTWENDIGKEIT ist von einem sehr feinen Gefühl für die Angemessenheit der Mittel geprägt. Ihre Inszenierungen erlauben ein unreduziertes Zuschauen: sie sind vieles zugleich: emotional und analytisch, poetisch und reflektiert, einfach und raffiniert, ernsthaft und ausgesprochen witzig. Heike Pelchen, Dramaturgin Theaterdiscounter Berlin


Das Stück des Regie-Duos mit dem merkwürdigen Namen "bigNOTWENDIGKEIT" ist ein echter Geheimtipp. So hat man den Mythos um Medea noch nie auf der Bühne gesehen. - Stilbruch - das Kulturmagazin, rbb, Margarete Kreutzer


Das Konzept ist schlau: Wo frau von vornherein nicht vorgibt, sich mit der Mythenfigur zu identifizieren, die durch psychologische Einfühlung in der Regel verkleinert wird, bleiben Perspektiven für intellektuelle Annäherungen. Die Akteurinnen Esther Becker, Anna-Katharina Müller und Sahar Rahimi werden sich zusehends in Widersprüche verstricken, antikes Pathos entdecken, Schuldfragen neu aufwerfen und mit Kategorisierungen wie Gut und Böse produktive Probleme bekommen. - Der Tagesspiegel, 17.06.2010, Christine Wahl


Jede großartige Idee, die wegen einer Quote abgesägt wird, jedes irrationale Opfer, das rationalen Entscheidungen zum Opfer fällt, wird da gefeiert. Auf der Bühne verfolgen sich zwei Schauspielerinnen und ein Überraschungsgast selbst beim Rausschmiss der eigenen Ideen. Eigentlich müsste die Überschuss-Feier zum besten Kreativabend der Saison werden. - Der Tagesspiegel, 17.06.2010, Christine Wahl