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wir sagen

Es ist immer eine Herausforderung Stellung zu beziehen. Besonders wenn man nicht nur für sich spricht, sondern eine Perspektive für mehrere oder sogar alle entwickeln will. "Wir sagen" kann dann schnell mal heftige Diskussionen auslösen. Es wird ja immer verschleiert, dass jemand nicht zu Wort kommt. Es wird ja immer so getan, als wäre es zum Besten von allen. Mit der Frage nach einem >wir<, das funktioniert, also mit der Frage nach menschlicher Verantwortung für die Menschheit, setzt sich Judith Butler in Krieg und Affekt auseinander. Mit dem akademischen Star stellen sich bigNOTWENDIGKEIT dem Dilemma, dass Werte und Rechte permanent kulturell neu ausgehandelt werden und damit alles andere als universell sind. Butler fragt: Bin ich nur mir selbst verantwortlich? Bin ich verantwortlich für alle anderen oder nur für einige; und auf welcher Grundlage liesse sich entscheiden, für wen ich verantwortlich bin und für wen nicht? Wer Verantwortung übernimmt, so die These, ist ein Teil von >wir<. Aber wer ist in das >wir<, das >ich< dessen Teil ich zu sein scheine, mit eingeschlossen? Für welches >wir< bin ich am Ende verantwortlich? Für wir sagen formulieren die drei Beteiligten von bigNOTWENDIGKEIT jeweils eigene Positionen. Für das Monologfestival überführen sie diese drei Statements in eine Sprecherin und spielen so mit dem, was >wir< bedeutet, wie man aus einem >wir< heraus sprechen kann. Die Uneinigkeit der Denkenden versuchen sie auf der Bühne in eine Stimme zu überführen, die >wir< sagt und >wir< meint und gleichzeitig versucht zu erkennen wen sie alles nicht meint. Würden sich dann alle Anwesenden ausziehen, wären wir alle nackt.

im Rahmen des Monologfestivals 2012






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